Rötelmaus
Dieser Waldzwerg ist das meistverbreitete Säugetier unserer Gegend.
Das kleine Nagetier mit seinem rötlichen Fell lebt in Gängen, die es sich gleich unter der Erdoberfläche gegraben hat.
Ihr Nest legt die Rötelmaus normalerweise unter umgefallenen Bäumen, zwischen Wurzelwerk und dichtem Gestrüpp an.
Sie ernährt sich insbesondere von Bucheneckern, Haselnüssen, Pilzen und Beeren, aber auch von Insektenlarven und Schnecken.
Im Winter nutzt sie die unterirdischen Gänge auch als Vorratskammer für ihre Nahrung; auf diese Weise unterstützt sie die Fruktifikation der unverzehrten Samen und damit die Vermehrung der Pflanzenarten.

Blumenparadies

Die Bedeutung dieser Gegend für die Blumenwelt war bereits im 18.
Jahrhundert bekannt, als einige Botaniker und Kräuterforscher begannen, mit großem Erfolg dieses Gebiet zu erforschen und zahlreiche bis dahin unbekannte Arten zu benennen und zu klassifizieren. Noch heute stellen diese Pflanzen ein seltenes und kostbares Gut dar, das es zu schützen und unseren Nachfolgern zu erhalten lohnt.
Es handelt sich hierbei um "endemische Pflanzen", das heißt, um Arten, die nur in dieser begrenzten geografischen Zone wachsen und in diesem Fall zumeist die charakteristischen Eigenschaften der südlichen Alpen aufweisen.
Diese Pflanzen haben sich irgendwann auf Grund der durch die Eiszeit isolierten geografischen Lage als eigenständige Arten entwickelt.
Während der Eiszeit hat eine riesige Gletscherhaube die gesamte Alpenkette bedeckt und nur wenige Flecken ausgelassen, wie eben die höchsten Gipfel der südlichen Voralpen, die nie unter Eis waren.
In diesen Zonen fanden Pflanzen Schutz, die wir heute als endemische Flora kennen; sie blieben lange Zeit vollkommen isoliert, passten sich dann nach und nach den neuen klimatischen Verhältnissen an und brachten neue Arten hervor.
Im oberen Valvestino-Tal finden wir sage und schreibe 21 endemische Pflanzen, von denen 8 als "Seltenheit" in die internationale rote Liste eingetragen sind: Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind und daher absolutem Schutz unterstehen.


Zuflucht für die Tierwelt

Was die Fauna betrifft, so weist das Valvestino-Tal zahlreiche Ähnlichkeiten mit den Arten auf, die auch in anderen Zonen der südlichen Alpen zu finden sind.
Zusätzlich zu den allgemein ansässigen Tierarten stellt diese Gegend aber eine wichtige Transit- und Nistzone für eine ganze Reihe an Sperlingsvögeln dar, die im Winter nach Süden ziehen: Lerchen, Zeisige, Drosseln usw.
Die großen Buchen- und Föhrenwälder bieten mit ihren stillen Lichtungen den idealen Lebensraum für das schüchterne, schlanke Reh.
Recht häufig trifft man auch den Hirsch an, dessen Röhren während der Brunftzeit im Herbst durch die Wälder schallt.
Etwas höher findet man hingegen das charakteristische Hochgebirgswild: Gämse und Steinbock.
Für die Vermehrung des Murmeltiers wurde im Rahmen eines Projektes auf dem Tombea-Berg gesorgt.
In der Nähe dieses Habitats hört man im Frühjahr auch den Balzgesang von Birkenhühnern, während man im Walde mit etwas Glück einen Specht, ein Käuzchen oder sogar den seltenen Auerhahn sichtet.
Von erheblicher Bedeutung sind auch die Raubvögel erster Rangordnung (Top-Predatoren), die sich im Valvestino-Tal dank der günstigen Konditionen zunehmend vermehren: Steinadler, Schlangenadler, Uhu.
Gelegentlich lassen sich auch Lämmergeier, Luchs und Bär in dieser wilden Alpengegend blicken – ein deutliches Zeichen für die Naturbelassenheit dieser Landschaft.

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